Die Europäische Union hat am Donnerstag eine Kampagne gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder während der Fußball-WM in Brasilien ins Leben gerufen.

Die Aktion wird von den Fußball-Stars Kaka und Juninho unterstützt. Die Kampagne unter dem Motto "Schau nicht weg!" wurde wenige Stunden vor dem Anpfiff des WM-Eröffnungsspiels zwischen Brasilien und Kroatien gestartet.

In Brasilien geht die Angst um, dass das WM-Turnier auch zu einem gesteigerten Sextourismus und Kinder-Prostitution führt. Die EU bietet Trainingsseminare für lokale Offizielle und Gesprächsrunden in jeder der zwölf WM-Städte an.

Außerdem wird für die Notfallrufnummer "100" geworben. Auf dieser Hotline können auch anonyme Hinweise über sexuelle Übergriffe gegen Kinder hinterlassen werden.

Offizielle Zahlen in Brasilien über Kinder-Prostitution gibt es nicht. Die Hotline verzeichnete allerdings in 2013 124.000 Anrufe - bei 24 Prozent ging es um sexuelle Gewalt gegen Kinder.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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