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Spaniens "Neuzugang" Diego Costa ruft bei der Rückkehr in sein Geburtsland Brasilien gemischte Reaktionen hervor.

Beim Training mit der spanischen Nationalmannschaft in Curitiba beschimpften ihn einige Zaungäste lautstark als "Verräter". In seinem Geburtsort Lagarto dagegen ehrten sie den 25-Jährigen mit einem besonderen Trikot.

Seine Rückennummer 19 und sein Name sind auf ein T-Shirt gedruckt, das jeweils zur Hälfte in Gelb für Brasilien und Rot für Spanien gefärbt ist.

"Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, dass wir nicht nur für Brasilien, sondern auch für Diego sind", sagte Evaldo, der mit seiner Firma die Hemden bedruckte, der spanischen Sporttageszeitung AS: "Diese beiden Gefühle wollten wir vereinen."

Offenbar fühlen viele Fans ähnlich. Denn 500 T-Shirts wurden bereits für umgerechnet zehn Euro verkauft, nicht nur in Costas Geburtsort im nordöstlichen Bundesstaat Sergipe, sondern auch in Sao Paulo oder Salvador, wo der Neu-Spanier am Freitag (ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) gegen Vizeweltmeister Niederlande sein erstes WM-Spiel bestreitet.

Der Stürmer des spanischen Meisters Atletico Madrid hatte nach zwei Länderspielen der Selecao den Rücken gekehrt und geht mit spanischem Pass nun für den Welt- und Europameister auf Torejagd.

Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari, der den bulligen Angreifer 2013 vor dem Confed Cup gegen Italien und Russland getestet hatte, schimpfte damals nach Costas "Fahnenflucht": "Er hat dem Traum von Millionen den Rücken gekehrt."

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