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Bernd Heynemann leitete 151 Spiele in der Bundesliga © imago

Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann hat den japanischen Schiedsrichter Yuichi Nishimura nach dessen umstrittener Elfmeter-Entscheidung im WM-Eröffnungsspiel hart kritisiert.

"Da braucht man keine Zeitlupe", sagte der 60-Jährige im Gespräch mit SPORT1: "Durch den kroatischen Spieler ist zwar ein Körperkontakt mit den Händen da, doch so wie der Brasilianer umfällt, müsste er umgerissen worden sein. Er nutzt den Körperkontakt aus und schindet den Elfmeter."

Dass Nishimura den harmlosen Zweikampf zwischen Dejan Lovren und Fred beim 3:1-Sieg der Brasilianer als Foulspiel wertete, erhöht nach Ansicht von Heynemann den Druck auf die Schiedsrichter im weiteren Turnierverlauf.

"Die Schiedsrichter stehen jetzt im Fokus, nach diesem Start haben sie es besonders schwer", sagte der frühere Weltklasse-Referee: "Fehler kommen immer vor, es ist aber natürlich bitter, wenn bei so einem großen Turnier gleich nach dem ersten Spiel solche Kritik aufkommt. Wichtig ist, dass jetzt nichts mehr passiert."

Zudem sieht er die FIFA gefordert. Der Weltverband müsse nun ganz genau auf die Ansetzung bei den Top-Spielen achten. Eine Konstellation wie beim Turnierstart dürfe sich nicht wiederholen.

"Es ist wichtig, welche Ansetzungen die Schiedsrichterkommission jetzt tätigt", sagte Heynemann, der unter anderem bei der EM 1996 und der WM 1998 mehrere Spiele pfiff.

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