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Kolo Toure vom FC Liverpool lief schon 122 Mal für die Elefanten auf © getty

Routinier Kolo Toure (33) von der Elfenbeinküste traut seiner Mannschaft bei der WM in Brasilien den Titel zu.

"Ich setze uns keine Limits. Warum sollten wir keine Überraschung schaffen und bis ins Finale kommen? Wir haben alle Möglichkeiten", sagte der Verteidiger des FC Liverpool vor dem Auftaktspiel der Ivorer gegen Japan am Samstag.

Toure gehört zusammen mit seinem Bruder Yaya Toure (31), Kapitän Didier Drogba (36), Didier Zakora (33) und Arthur Boka (31) der "Goldenen Generation" seines Landes an, die zwar bereits an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen hat, allerdings nie über die Vorrunde hinauskam.

Auch Trainer Sabri Lamouchi hat bei der WM in Brasilien viel vor. "Wir sind ambitioniert und wollen die Menschen in unserem Land stolz machen", sagte Lamouchi auf der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel in der Pernambuco-Arena von Recife.

Und weiter: "Wir haben zwei Jahre hart gearbeitet, jetzt wollen wir die Früchte dafür einfahren. Ich hoffe, dass wir das Ende des Turniers erreichen."

Der 42 Jahre alte Franzose warnte aber auch vor dem Auftaktgegner. "Japan hat in den letzten Jahren unter Alberto Zaccheroni große Fortschritte gemacht. Die Spieler sind schnell auf den Beinen und haben große taktische Klasse", sagte Lamouchi.

In der Gruppe C sieht er einen "leichten Vorteil" für Kolumbien, "Japan und wir kommen direkt dahinter". Deswegen habe die Partie in der Nacht zu Sonntag "entscheidenden Charakter".

Die Elfenbeinküste hat bislang keines seiner beiden WM-Auftaktspiele gewonnen. 2006 gab es eine 1:2-Pleite gegen Argentinien, 2010 ein torloses Remis gegen Portugal.

"Das ist unsere letzte Chance, es noch mal allen zu beweisen", sagte Toure. Sein Team habe aus der Vergangenheit seine Lehren gezogen. "Wir werden das Turnier genießen und der Welt eine andere Seite von uns zeigen als die letzten beiden Male. Wir geben alles, um dieses Mal besser abzuschneiden", sagte der 107-malige Nationalspieler.

Bei ihrer WM-Premiere 2006 scheiterten die Westafrikaner in der Gruppenphase an Argentinien und den Niederlanden, vor vier Jahren in Südafrika mussten sie Brasilien und Portugal den Vortritt lassen.

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