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Dr. Hans-Wilhelm Müller Wohlfarth (r.) ist seit 1977 Mannschaftsarzt des FC Bayern München © getty

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat die Vorwürfe aus dem Lager der französischen Nationalmannschaft, nach denen die Behandlung durch den Mannschaftsarzt des FC Bayern München Franck Ribery die WM-Teilnahme gekostet habe, entschieden zurückgewiesen.

Er habe "aufgrund der falschen Darstellung von Tatsachen" entschlossen, sich zu diesem Thema zu äußern, hieß es in einer von der Medienanwaltskanzlei Schertz Bergmann aufgesetzten Presseerklärung.

Ribery sei offenbar untersagt worden, zu Müller-Wohlfahrt in Behandlung zu kommen, hieß es in dem Anwaltsschreiben: "Dieser geht davon aus, dass im Falle einer Behandlung durch ihn eine WM-Teilnahme möglich gewesen wäre."

Der französische Mannschaftsarzt Franck Le Gall hatte am Donnerstag Müller-Wohlfahrt indirekt scharf attackiert.

"Franck spielt bei einem Klub, bei dem alle Probleme, egal welches es sind, mit Spritzen behandelt werden", sagte der Mediziner.

Es könnten "10, 20, 25, 40 pro Problem, pro Jahr sein. Wir hätten auch so vorgehen können, aber wir haben es nicht getan". Es sei der Zeitpunkt erreicht gewesen, "an dem er sich nicht mehr auf mehr Spritzen einlassen wollte. Wir haben es also nicht getan, weil er Angst vor Spritzen hat", sagte Le Gall.

Müller-Wohlfahrt entgegnete über seine Anwälte: "Franck Ribery hat aufgrund eigener Kenntnis von Herrn Dr. Müller-Wohlfahrt auch keine panische Angst vor Spritzen. Er hat lediglich die in Frankreich empfohlene Behandlung mit Kortison abgelehnt."

Er weise auch den Vorwurf des Fitspritzens "mit aller gebotenen Nachhaltigkeit" zurück.

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