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Rousseff (l.) ist seit 2011 Präsidentin Brasiliens
© getty

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff nimmt die obszöne Beleidigung gegen sich vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM gelassen hin.

"Ich werde mich durch verbale Aggressionen nicht ärgern lassen", sagte Rousseff. Sie lasse sich nicht durch "Beleidigungen, die Kinder und Familien nicht hören sollten", einschüchtern.

Kurz vor dem 3:1 der Gastgeber gegen Kroatien am Donnerstag in Sao Paulo hatten einige der 62.103 Zuschauer zunächst "Hey Dilma!" gerufen und weitere, sehr anstößige sexuelle Worte folgen lassen.

Rousseff, die im kommenden Oktober erneut gewählt werden will, saß zu diesem Zeitpunkt auf der VIP-Tribüne neben einem guten Dutzend politischer Schwergewichte.

Diese Anfeindung sei, so Rousseff, kein Spiegelbild der Stimmung der restlichen Bevölkerung. "Die Brasilianer handeln nicht so", sagte die Präsidentin: "Sie denken nicht so, sie fühlen nicht so. Brasilianer sind zivilisiert, extrem großzügig und gebildet."

Die Ausrichtung der WM wird in Teilen der brasilianischen Bevölkerung vor allem wegen der hohen Kosten höchst kritisch gesehen.

Auch vor dem Eröffnungsspiel war es erneut zu Demonstrationen gekommen.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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