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Regelrecht begeistert ist Fernseh-Experte Oliver Kahn von der möglichen deutschen Viererkette für das WM-Auftaktspiel am Montag gegen Portugal (ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER).

"Vier gelernte Innenverteidiger, das ist sensationell. Als Torwart wäre das für mich ein absoluter Genuss gewesen: Große Leute, Viererkette, Stabilität bei Flanken und Kopfbällen. Ich weiß nicht, warum da im Vorfeld immer so viel diskutiert wird", sagte Kahn im ZDF.

Wahrscheinlich ist, dass Bundestrainer Joachim Löw gegen Cristiano Ronaldos Portugiesen in der Abwehr mit Jerome Boateng, Per Mertesacker, Mats Hummels und Benedikt Höwedes spielen will. Kapitän Philipp Lahm wird wohl im defensiven Mittelfeld positioniert.

Scheinbar "ist es nicht mehr so notwendig, dass die Außenverteidiger so extrem offensiv sind und so extrem marschieren. Und weder Boateng noch Höwedes auf der anderen Seite sind Spieler, die großartig auffallen durch ständige Offensivaktionen", so Kahn.

Der ehemalige Welttorhüter meinte weiter: "Da wäre sicher ein Philipp Lahm auf der rechten Seite besser. Nur ich glaube, dass das gar nicht möglich ist, dass Philipp da spielen kann, weil wir im Zentrum diese Probleme haben."

Begeistert zeigte sich Kahn auch vom niederländischen Bondscoach Louis van Gaal. Allerdings weist er auch auf Probleme im Umgang dem künftigen Trainer von Manchester United hin.

"Louis van Gaal ist ein Weltklassetrainer, natürlich eine autoritäre Persönlichkeit. Wenn man mit ihm zurechtkommen willen, dann braucht man Eier, dann braucht man den Mut, seine Meinung zu vertreten. Dann kommt man mit ihm wunderbar zurecht."

Van Gaal versuche, um die erfahrenen Spieler wie Arjen Robben, Wesley Sneijder oder Robin van Persie international unerfahrene Spieler zu gruppieren. "Louis van Gaal hat einen gewaltigen Umbruch in kurzer Zeit vollzogen. Da brauchst Du schon intelligente Spieler, die das begreifen."

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