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Der Münchner Dr. Felix Brych leitet in Brasilien sein erstes WM-Spiel © imago

In Schiedsrichter Dr. Felix Brych startet am Samstagabend der erste Deutsche in die WM in Brasilien.

Zwei Tage vor dem Auftaktspiel der DFB-Elf gegen Portugal am Montag leitet der 38 Jahre alte Münchner die Vorrundenpartie zwischen Uruguay und Costa Rica (ab 20.30 uhr im LIVE-TICKER).

Nach den bislang weitgehend enttäuschenden Leistungen der Unparteiischen bei der 20. Fußball-Weltmeisterschaft steht Brych bei seiner Premiere verstärkt im Fokus.

Dass dem einzigen deutschen Referee bei seinem ersten Einsatz bei dem Turnier in Brasilien die Nerven versagen könnten, glaubt Eugen Strigel, Mitglied der DFB-Schiedsrichter-Kommission, aber nicht.

"Bei einer WM gibt es generell keine einfachen Spiele", sagte Strigel im Gespräch mit SPORT1 zwar, fügte aber umgehend hinzu: "Der Felix pfeift heute sein Spiel und schaut einzig und allein auf sich. Wir haben uns gestern noch SMS geschrieben. Ich habe ihm viel Glück und viel Erfolg gewünscht und er war guter Dinge."

"Er freut sich und wird einfach sein Spiel pfeifen - wie in der Bundesliga oder in der Champions League auch", so der 64-Jährige weiter: "Er wird versuchen, die Partie gut im Griff zu haben und keine Fehler zu machen. So lange hinterher über schöne Tore gesprochen wird und nicht über den Schiedsrichter, hat er seine Arbeit gut gemacht. Alles andere interessiert ihn nicht."

Zu den Auftritten der jeweiligen Schiedsrichter in den ersten vier Partien der laufenden WM wollte sich Strigel nicht äußern.

Besonders der japanische Referee Yuichi Nichimura und das Gespann um den Kolumbianer Wilmar Roldan hatten mit ihren Fehlentscheidungen im Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien (3:1) beziehungsweise dem Duell zwischen Mexiko und Kamerun (1:0) für große Aufregung gesorgt.

Der italienische Unparteiische Nicola Rizzoli pfiff beim 5:1 der Niederländer gegen Weltmeister Spanien am Freitagabend einen umstrittenen Elfmeter für die Iberer und erkannte ein Tor der Elftal trotz Foulspiels zu Unrecht an.

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