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Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (l.) arbeitete künftig mit seinem Sohn zusammen
Der Arzt und sein Patient: Müller-Wohlfahrt und Ribery (r.) © getty

Der verletzte französische Nationalspieler Franck Ribery hat sich im eskalierten Ärzte-Streit auf die Seite von Bayern Münchens Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gestellt.

Die Vorwürfe gegen ihn seien "unfair".

Auf Müller-Wohlfahrt, der auch Arzt der deutschen Nationalmannschaft ist, "lasse ich überhaupt nichts kommen", sagte der 31 Jahre alte Publikumsliebling des FC Bayern dem "SID".

"Ich bin jetzt sieben Jahre beim FC Bayern, 'Mull' (Spitzname von Müller-Wohlfahrt, die Red.) hat mein vollstes Vertrauen, er hat mir immer geholfen. Was er macht, ist korrekt", sagte Ribery.

Behauptungen des französischen Mannschaftsarztes Franck Le Gall, Ribery habe Angst vor Spritzen, wies der Bayern-Profi ebenfalls klar zurück.

"Das ist Unsinn. Ich habe keine Angst vor Spritzen. Aber ich wollte mir vom französischen Arzt kein Kortison spritzen lassen. Ich weiß, dass das nicht gut ist. Glauben Sie mir, ich hätte so gerne die WM gespielt, aber meine Karriere geht nach der WM weiter", sagte Ribery.

Ob ihn Müller-Wohlfahrt (71) für die WM fit bekommen hätte, wie dieser erklärte, "weiß ich nicht, das kann ich in diesem Fall nicht sagen", ergänzte Ribery, "ich weiß nur, dass es in München nach seinen Behandlungen immer wieder gut ging."

Der Bayern-Arzt habe den Franzosen "alle Unterlagen zu meiner Verletzung weitergegeben, er hatte auch angeboten, dass er mich nochmals behandelt. Das wurde abgelehnt", sagte Ribery: "Aber das ist jetzt vorbei, ich kann die WM nicht spielen, ich habe mich damit abgefunden. Geht schon wieder. "

Er werde sich jetzt in München in der Praxis von Müller-Wohlfahrt, der in Brasilien die DFB-Auswahl betreut, weiter behandeln lassen, ergänzte Ribery: "Dann mache ich Urlaub mit meiner Familie und hoffe, dass ich zum Trainingsauftakt mit dem FC Bayern wieder fit bin." Der ist am 9. Juli.

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