Nigerias Nationaltrainer Stephen Keshi hält die Zeit reif für einen afrikanischen WM-Titel.

Afrikas Teams seien "ganz nah dran. Ganz einfach, weil sie gut sind. Und in Brasilien erwarte ich ein offenes Turnier", sagte der 42-Jährige vor dem ersten Gruppenspiel der Super Eagles am Montag in Curitiba gegen den Iran.

Auf die Frage nach Nigerias Minimalziel sagte Keshi laut lachend: "Wir wollen bis zur letzten Runde dabei sein." Keshi hält zudem afrikanische Trainer auf dem Vormarsch: "Wir bekommen jetzt genug Zeit und Gelegenheiten, uns zu beweisen. Früher durften wir das nur in der Qualifikation, zur WM-Endrunde wurde dann ein Europäer verpflichtet. So kann man sich nicht auf das höchste Level entwickeln."

Keshi hatte 2006 mit Togo völlig überraschend die WM-Qualifikation geschafft, für das Turnier in Deutschland wurde er durch Otto Pfister ersetzt.

In Brasilien werden zwei der fünf afrikanischen Starter von Afrikanern trainiert. Neben Keshi ist als Ghanas Coach James Kwesi Appiah dabei.

Kameruns Trainer ist der Deutsche Volker Finke, Algeriens der Bosnier Vahid Halilhodzic, die Elfenbeinküste wird vom Franzosen Sabri Lamouchi betreut. Bei der 2010 in Südafrika hatte nur eins der sechs afrikanischen Teams einen Trainer aus Afrika (Algerien/Rabah Sadaane).

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