Die von Singapur aus operierende Wettmafia hat angeblich schon im vergangenen Jahr Vorbereitungen für Manipulationen der laufenden WM in Brasilien eingeleitet.

Das geht aus einem am Montag in dem asiatischen Stadtstaat veröffentlichten Buch eines einheimischen Journalisten und Manipulationsexperten hervor.

"Das Syndikat hatte bereits damit begonnen, bei Spielen von Vereinen und Nationalmannschaften in Europa einen Kreis von Spielern und Schiedsrichtern aufzubauen. Alles, was es bei der WM noch hätte tun müssen, wäre gewesen, seine Gewinne einzusammeln", schreibt Buchautor Zaihan Mohamed Yusof in seinem Werk "Foul! Über die Wettmafia in Singapur".

Yusofs Darstellungen zufolge verhinderten die Behörden illegale Beeinflussungen von WM-Spielen unter anderem durch Inhaftierung der Anführer auf unbestimmte Zeit mithilfe eines Sondergesetzes.

"Diese Gruppe bereitete ihre Manipulationen üblicherweise schon sechs Monate vor einem Spiel vor, und nach unseren Informationen waren sie schon dabei, an der WM zu arbeiten", wird Michael Pride von der australischen Anti-Manipulations-Einheit Sports Intelligence in Yusofs Buch zitiert.

Insbesondere die Festsetzung von Drahtzieher Dan stufen Interpol und weitere Ermittler in Singapur als einen entscheidenden Schlag gegen die weltweite Wettmafia ein.

Anfang 2013 hatte die europäische Polizeibehörde Europol über insgesamt rund 700 illegal beeinflusste Spiele berichtet.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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