vergrößernverkleinern
Vahid Halilhodzic sagt, Algerien habe keine Minderwertigkeitskomplexe © getty

Trotz der drohenden historischen Grusel-Serie von über 500 Minuten ohne jeden WM-Treffer geht Außenseiter Algerien zuversichtlich in seinen WM-Auftakt gegen Belgien.

"Wir halten das wie US-Präsident Barack Obama: 'Yes, we can.' Wenn wir alles abrufen, können wir jedem Team weh tun", sagte Vahid Halilhodzic vor dem ersten Spiel in Gruppe H. Zudem treffen die Wüstenfüchse noch auf Japan und Russland.

Algerien gilt gegen Belgien um die Jungstars Eden Hazard, Kevin de Bruyne und Co. als krasser Außenseiter.

"Unsere Verteidiger sind nicht gerade Ferraris", sagte Halilhodzic, "aber auch Belgien hat ein paar Schwächen. Wir haben keine Minderwertigkeitskomplexe. Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Belgien hat riesiges Potential. Aber Favoriten gewinnen nicht immer."

Trotz großen Optimismus bleibt der Bosnier aber auch realistisch: "Wenn wir gewinnen, wäre es der vielleicht größte Erfolg einer algerischen Mannschaft - vergleichbar mit dem Sieg über Deutschland vor 32 Jahren."

Bei der WM 1982 hatten die Nordafrikaner in der Gruppenphase gegen den damaligen Europameister völlig überraschend 2:1 gewonnen.

Gegen Belgien könnte Algerien nun einen historischen Negativ-Rekord aufstellen.

Seit fünf WM-Spielen haben sie kein Tor erzielt und warten nun schon seit 481 Minuten auf einen Treffer.

Die "Bestmarke" hält (noch) Bolivien mit 517 Minuten.

Das bisher letzte WM-Tor für die "Wüstenfüchse" erzielte Djamel Zidane (nicht verwandt mit dem berühmten Zinedine Zidane) beim 1:1 am 3. Juni 1986 gegen Nordirland.

"Wir hoffen, dass wir eine kleine Überraschung schaffen", sagte Halilhodzic.

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel