Bei der WM in Brasilien hat es bislang keine positiven Doping-Proben gegeben.

Darauf wies der Weltverband FIFA in einer positiven Zwischenbilanz am Dienstag hin.

Alle bisher analysierten Blut- und Urintests seien negativ ausgefallen.

Schon im Vorfeld des Turniers seien rund 800 Nationalspieler getestet worden, womit die FIFA 91,5 aller WM-Teilnehmer (732 Profis) erfasst habe.

Alle weiteren WM-Spieler könne und wolle die FIFA im Turnierverlauf ebenfalls testen, hieß es.

Auch das Analyse-Prozedere funktioniere bestens, teilte die FIFA mit. Weil es in Südamerika kein akkreditiertes Anti-Doping-Labor gibt, lässt der Weltverband die nach den Spielen vorgenommenen Proben nach Lausanne in die Schweiz bringen.

Dort seien bislang alle Tests binnen der erforderlichen Zeitspanne von 36 Stunden angekommen und anschließend wie angekündigt innerhalb von 24 Stunden analysiert worden.

Somit wurden bislang alle Proben vor dem nächsten Einsatz der betreffenden Spieler analysiert.

Obwohl die FIFA erstmals auch flächendeckend Blutproben entnimmt und ein Blutpass-Programm eingeführt hat, mit dem mögliche Dopingsünder langfristig mittels des indirekten Nachweises überführt werden sollen, hatte sie für ihre WM-Anti-Doping-Kampagne viel Kritik einstecken müssen.

Der Weltverband lässt das komplette Programm von der Planung bis zu den Test von eigenen Mitarbeitern durchführen, die WADA hat in Brasilien nicht einmal eine Beobachterfunktion.

"Solange die das alles selber machen, ist das System nicht ernstzunehmen", sagte der Heidelberger Doping-Experte Werner Franke.

Jiri Dvorak, der Chef der medizinischen Abteilung beim Weltverband, feierte derweil die Neuerungen im Anti-Doping-Programm als vollen Erfolg.

"Ich muss sagen, dass alle Spieler, die Teams, die Ärzte und die Trainer das neue Vorgehen begrüßen", sagte Dvorak: "Es ist wichtig zu begreifen, dass wir alle Doping im Fußball und im Sport generell ausschalten wollen."

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