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Vahid Halilhodzic ist unzufrieden mit seinen eigenen Spielern © getty

Nach der bitteren Auftaktpleite gegen Belgien (1:2, 1:0) hat Algeriens Trainer Vahid Halilhodzic (61) seine Spieler scharf kritisiert und in Schiedsrichter Marco Rodriguez (Mexiko) den Hauptschuldigen für die Pleite ausgemacht.

"Vor dem zweiten Gegentor habe ich ein Foul gesehen, der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen. Sonst wäre das Spiel ganz anders verlaufen", sagte Halilhodzic wütend: "Das passiert kleinen Teams ja immer wieder. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt. "

Vor dem Konter zum 2:1 für Belgien hatte Kevin de Bruyne vom VfL Wolfsburg den Ball gegen Sofiane Feghouli allerdings regelgerecht erobert und so den Gegenstoß eingeleitet, den der eingewechselte Dries Mertens (80.) mit dem Siegtreffer abschloss.

"Für mich war das ein klares Foul", sagte Halilhodzic, "wenn das gepfiffen worden wäre, wäre das Tor nicht gefallen. Ich habe gar keine Stimme mehr, weil ich nach der Szene so geschrien habe."

Den zwischenzeitlichen Führungstreffer durch Feghouli (25., Foulelfmeter) hatte Marouane Fellaini (70.) ausgeglichen.

Neben dem Schiedsrichter bekamen auch die algerischen Spieler von Halilhodzic ihr Fett weg.

"Ich habe im Vorfeld vor den belgischen Kontern gewarnt", zürnte der Bosnier: "Wir hätten in der zweiten Hälfte mehr laufen müssen. Ich hätte gerne mehr Spieler gehabt, die sich den Kontern härter widersetzen. Aber ich habe nicht eine so große Auswahl. Die Einwechslungen haben das Spiel entschieden, die Spieler waren frisch. Wir müssen unsere körperliche Verfassung um 40 bis 50 Prozent steigern. Die Belgier sind in einer deutlich besseren Form."

Neidisch blickte Halilhodzic auf die Möglichkeiten seines Kollegen Marc Wilmots: "Wir haben keinen Eden Hazard oder Dries Mertens in unserer Mannschaft - oder Spieler mit ähnlichem Talent."

Algerien trifft in der Gruppe H noch auf Südkorea und Russland.

Die Wüstenfüchse warten weiter seit 1982 auf einen Sieg bei der WM.

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