Eine Explosion beim Public Viewing in der nigerianischen Stadt Damaturu am Dienstagabend hat 21 Todesopfer und 27 Verletzte gefordert.

Dies teilte ein Sprecher des Krankenhauses Sani Abach am Mittwochmorgen mit.

Zu der Explosion war während des Anstoßes der Begegnung zwischen WM-Gastgeber Brasilien und Mexiko (Bericht) gekommen.

"Es gab eine Explosion. Unsere Männer sind im Einsatz. Es ist aber zu früh für weitere Informationen", sagte Polizei-Kommissar Sanusi Ruf'ai der französischen Nachrichtenagentur "AFP".

Auch Soldaten waren im Einsatz, die Gegend wurde abgesperrt.

Die Gegend um Damaturu ist Hochburg der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram, die mit Anschlägen während der WM gedroht hatte.

Auch in den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Gewaltakten gekommen.

Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, Fußball und Musik seien eine "Verschwörung des Westens, um Muslime von der Ausübung ihrer Religion abzuhalten".

Zu Beginn des Monats waren bei einer Explosion nach einem Fußballspiel in der Stadt Mubi im Osten Nigerias mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen.

Auch bei einem Public Viewing während des Champions-League-Finales zwischen Real Madrid und Atletico Madrid (4:1 n.V.) am 24. Mai sowie im April während der Viertelfinalpartien hatte es Zwischenfälle mit Todesopfern gegeben.

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