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Samuel Eto'o hat Probleme im rechten Knie © getty

Der Einsatz von Kameruns Stürmerstar Samuel Eto'o im zweiten WM-Gruppenspiel am Mittwoch gegen Kroatien in Manaus wird immer unwahrscheinlicher.

Der 33-Jährige vom FC Chelsea erschien am Dienstag zu einer Pressekonferenz mit einem dicken Verband um das lädierte rechte Knie und nahm auch am anschließenden Abschlusstraining in der Arena Amazonia nicht teil.

"Ich werde alles tun, um zu spielen. Aber nur Gott weiß, ob ich am Spieltag fit bin", sagte Eto'o und fügte an: "Ich bin ein wichtiger Spieler, aber die Mannschaft ist noch wichtiger. Ich werde sie auch von der Bank aus unterstützen."

Der Kapitän der "unzähmbaren Löwen" quält sich nach eigenen Angaben bereits seit "drei, vier Monaten" mit der Blessur herum.

"Ich müsste zehn Tage am Stück pausieren, aber das geht bei einer WM natürlich nicht", sagte er frühere Barcelona-Profi.

In der ersten Partie am vergangenen Freitag gegen Mexiko (0:1) hatte Eto'o ("Ich hatte Schmerzen") eine schwache Leistung gezeigt.

Der Volksheld glaubt trotz der Niederlage an die Chance auf den zweiten Einzug Kameruns in ein WM-Achtelfinale nach 1990.

"Durch das Unentschieden zwischen Brasilien und Mexiko ist alles offen. Wir hätten es verdient. Ich hoffe, die Fußball-Götter sind auf unserer Seite", sagte Eto'o, der in seiner Heimat derzeit die Klatschspalten wegen eines Zwists mit seiner Ex-Freundin füllt.

Trainer Volker Finke lobte vor dem "Alles-oder-Nichts"-Spiel gegen die vom ehemaligen Bundesligaprofi Niko Kovac trainierten Kroaten vor allen Dingen den Teamgeist. "Ich habe großes Vertrauen in die Jungs. Wir gehen da raus, um zu gewinnen", meinte der frühere Freiburger Coach, der auch Joel Matip (Schalke 04) Hoffnungen auf einen Einsatz machte.

Der 22-Jährige war gegen Mexiko trotz zuvor starker Leistungen in den Testspielen nicht eingesetzt worden.

Bei der WM-Endrunde vor vier Jahren war Kamerun ohne jeden Punktgewinn nach der Gruppenphase ausgeschieden.

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