"König" Pele steckte im Stau fest - und die Selecao kam ohne seine Unterstützung nicht richtig in Fahrt.

Brasiliens großes Fußball-Idol musste die erste Halbzeit beim enttäuschenden 0:0 seines Landes im zweiten Gruppenspiel bei der WM gegen Mexiko wie zuletzt vor 64 Jahren am (Auto-)Radio verfolgen.

Der 73-Jährige war auf dem Weg von seinem Wohnort Santos nach Sao Paulo, wo er eine Übertragung der Partie im Estadio Morumbi verfolgen wollte, hängengeblieben.

"Ich habe sehr gelitten", sagte Pele nach seiner Ankunft: "Ich dachte, ich komme hier an und kann ein Tor sehen, aber da habe ich mich getäuscht. Es gibt eben keine leichten Spiele bei der WM. Aber wir müssen weiter ans Achtelfinale glauben."

Bereits ein schnödes 1:0 reiche ja im abschließenden Spiel gegen Kamerun zum Weiterkommen, fügte er an.

Das letzte Mal, dass er eine Begegnung der Selecao im Radio verfolgt habe, sei es ebenfalls nicht gut gelaufen für Brasilien, meinte Pele: Er war neun Jahre alt und saß zu Hause in Bauru, als Brasilien bei der Heim-WM 1950 der sicher geglaubte Weltpokal beim

"Maracanazo" gegen Uruguay (1:2) doch noch entglitt. Sein Vater habe damals geweint, hat Pele im Vorfeld der WM erzählt: "Und ich will nicht, dass dieses Mal meine Kinder mich weinen sehen."

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