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Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat die Vorgehensweise der FIFA bei der Weltmeisterschaft in Brasilien begrüßt.

Die Blut- und Urintests bei rund 800 Nationalspielern im Vorfeld des Turniers wertet WADA-Geschäftsführer David Howman als "das erste Mal, dass vor einer großen Sportveranstaltung systematisch getestet wurde, um biologische Profile zu erstellen". Andere Sportarten sollten sich an dem Blutpass-Programm "ein Beispiel nehmen".

Der Fußball-Weltverband hatte 91,5 Prozent aller WM-Teilnehmer (732 Profis) erfasst, alle weiteren Spieler will die FIFA nach eigenen Aussagen im Turnierverlauf ebenfalls noch testen.

Am Dienstag hieß es in einer Zwischenbilanz, dass alle bisher analysierten Blut- und Urintests negativ ausgefallen seien. Weil es in Südamerika kein akkreditiertes Anti-Doping-Labor gibt, lässt der Weltverband die nach den Spielen entnommenen Proben nach Lausanne in die Schweiz bringen.

Obwohl die FIFA erstmals flächendeckend Blutproben entnimmt und durch das Blutpass-Programm mögliche Dopingsünder langfristig mittels des indirekten Nachweises überführt werden können, hatte sie für ihre WM-Anti-Doping-Kampagne zunächst Kritik einstecken müssen.

Der Weltverband lässt das komplette Programm von der Planung bis zu den Tests von eigenen Mitarbeitern durchführen, die WADA hat in Brasilien nicht einmal eine Beobachterfunktion. "Solange die das alles selber machen, ist das System nicht ernstzunehmen", hatte beispielsweise der Heidelberger Doping-Experte Werner Franke gesagt.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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