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Nigeria schied bei der WM nach der Vorrunde aus
Nigeria spielte im ersten Gruppenspiel 0:0 gegen den Iran © getty

Nigerias Fußballer spielen nach der tödlichen Explosion in ihrem Heimatland am Samstag gegen Bosnien-Herzegowina für die Opfer des Terroranschlags.

"Unsere Herzen gehören ihnen. Wir wollen für sie gewinnen. Aber selbst, wenn wir Weltmeister werden sollten, kann dies nicht die Leben zurückbringen", sagte Teamsprecher Ben Alaiya vor dem Spiel in Cuiaba.

Die Mannschaft hielt zudem eine Schweigeminute ab.

"Fußball ist eine Kraft, die Menschen zusammenbringt. Es ist schockierend, dass so etwas geschieht, wir sind tief getroffen. Es war die Liebe zum Fußball, die dazu geführt hat, dass sie gestorben sind", sagte Alaiya weiter.

Der Anschlag war am Dienstag in der nigerianischen Stadt Damaturu während des Spiels Brasilien gegen Mexiko (0:0) verübt worden, die Opferzahlen schwanken zwischen 14 und 21 Toten.

Zudem gab es Dutzende Verletzte.

Die Gegend um Damaturu ist Hochburg der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram, die mit Anschlägen während der WM gedroht hatte.

Auch in den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Gewaltakten gekommen. Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, Fußball und Musik seien eine "Verschwörung des Westens, um Muslime von der Ausübung ihrer Religion abzuhalten".

Nach dem Attentat, zu dem sich bisher offiziell noch niemand bekannt hat, warnte die Polizei noch einmal eindringlich davor, die Public-Viewing-Veranstaltungen zu besuchen.

Die Super Eagles hatten zum WM-Auftakt 0:0 gegen den Iran gespielt. Nach der Begegnung gegen Bosnien treffen sie im letzten Spiel auf Argentinien.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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