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Alejandro Sabella und sein Superstar Lionel Messi © getty

Argentiniens Nationaltrainer Alejandro Sabella (59) hat den Systemstreit mit Lionel Messi (26) heruntergespielt, beugt sich vor dem zweiten Gruppenspiel der Albiceleste gegen den Iran (Samstag, 18.00 Uhr MESZ) aber dem Willen seines Superstars.

"Wir starten mit einem 4-3-3. Aber wenn es notwendig wird, werden wir Veränderungen vornehmen", sagte Sabella: "Ich muss entscheiden, was für die Mannschaft das Beste ist. Aber wie jeder Mensch mache auch ich Fehler."

Nach dem reichlich uninspirierten 2:1 zum Auftakt gegen Bosnien-Herzegowina hatte Messi Sabellas Taktik des defensiven 5-3-2-Systems öffentlich kritisiert. Der Angreifer des FC Barcelona grollte und forderte in der Halbzeit die Umstellung auf das gewohnte 4-3-3.

Über die Partie gegen die Bosnier habe Sabella nach eigener Aussage nicht noch einmal mit Messi gesprochen.

"Die Aussagen haben mich nicht verletzt. Messi hat ja schon öfter gesagt, dass er als Stürmer ein 4-3-3 bevorzugt", sagte Sabella, "er wurde gefragt, wie er gerne spielen würde. Darauf hat er ehrlich und respektvoll geantwortet. Wir haben ein gutes Verhältnis, insgesamt einen super Teamgeist. Ich diskutiere immer gerne mit meinen Spielern über Fußball, da kann ich auch noch etwas lernen."

Sabella betonte, er und nicht Messi habe die Entscheidung über die Umstellung getroffen.

Derweil forderte Sabella von seiner Mannschaft um die "Fantastischen Vier" Gonzalo Higuain, Sergio Agüero, Angel di Maria und eben Messi eine Leistungssteigerung.

"Wir müssen uns verbessern und zielstrebiger werden", sagte Sabella: "Neben dem Gewinnen haben wir natürlich auch immer unsere Performance im Hinterkopf. Ich habe immer gesagt, dass nicht nur die Resultate zählen - sondern auch, wie wir uns präsentieren."

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