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Deutschland setzte sich im ersten WM-Spiel gegen Portugal deutlich durch © getty

Die deutsche Nationalmannschaft hat im Falle eines Sieges gegen Ghana am Samstag sechs Punkte auf dem Konto, könnte aber rein rechnerisch dann immer noch das Achtelfinale der WM in Brasilien verpassen. (SERVICE: WM-Rechner)

Tatsächlich aber hat es einen Fall, in dem eine Mannschaft mit sechs Punkten die K.o.-Runde verpasst hat, in der WM-Geschichte seit Einführung der Drei-Punkte-Regel bei der WM 1994 in den USA noch nie gegeben.

Die dazu notwenige Konstellation - drei Mannschaften weisen sechs Punkte auf, eine hat null Punkte, der Tabellendritte scheidet aus - ist noch nie vorgekommen.

Zumindest nicht seit Einführung des heute gültigen Modus im Jahr 1998 mit 32 Teilnehmern in 8 Gruppen, in denen die jeweils ersten beiden Teams weiterkommen und der Rest ausscheidet.

Die letzte WM mit 24 Mannschaften, 1994 in den USA, bot dagegen gleich zweimal diesen Härtefall, der damals aber noch keiner war. In der Gruppe D (Nigeria, Bulgarien, Argentinien - Griechenland) und in der Gruppe F (Niederlande, Saudi-Arabien, Belgien - Marokko) kamen jeweils die ersten drei Teams auf sechs Punkte.

Doch um in dem 24er-Feld das Achtelfinale füllen zu können, kamen auch die vier besten Gruppendritten weiter - Belgien und Argentinien gehörten dazu.

Diesen Hintertürchen-Modus wird es auch bei der kommenden EM 2016 in Frankreich geben.

1994 in den USA gab es auch die engste Gruppenentscheidung der WM-Geschichte. In der Gruppen E (Mexiko, Irland, Italien - Norwegen) gingen alle sechs Gruppenspiele unentschieden aus, entsprechend hatten alle vier Mannschaften vier Punkte auf dem Konto.

Nur Norwegen schied aus, weil es die wenigsten Tore geschossen hatte.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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