Beim zweiten WM-Gruppenspiel Nigerias gegen Bosnien-Herzegowina haben die mitgereisten Journalisten des afrikanischen Landes ein Zeichen gegen die Terrorgruppe Boko Haram gesetzt.

Etwas 30 Medienvertreter trugen T-Shirts mit dem Slogan: "World united against Boko Haram (Die Welt gemeinsam gegen Boko Haram)".

Abgebildet waren darauf auch die Flaggen Nigerias und Bosnien-Herzegowinas.

Die radikal-islamische Organisation wird für mehrere Gewaltakte in Nigeria verantwortlich gemacht, unter anderem auch für die tödliche Bombenexplosion am vergangenen Dienstag in der Stadt Damaturu während des Spiels Brasilien gegen Mexiko (0:0).

Mindestens 14 Menschen waren durch einen Bombenanschlag ums Leben gekommen, während sie eine Public-Viewing-Veranstaltung besuchten.

"Wir denken, dass es wichtig ist, diese T-Shirts zu tragen. Wir würden sie ohne Bedenken auch bei uns zu Hause tragen, aber nicht in der Region, in der Boko Haram aktiv ist", sagte der TV-Journalist Alabi Akimjidi vor der Begegnung in Cuiaba: "Es war schrecklich, was am vergangenen Dienstag passiert ist. Darum hoffe ich, dass Nigeria heute gewinnt."

Trotz der Anschläge und Warnungen der Polizei würden laut Akimjidi die Menschen auch in den Hochburgen der Boko Haram im Norden Nigerias immer noch die öffentlichen Veranstaltungen zur WM besuchen.

Das nigerianische Team hatte sich ebenfalls bestürzt über das Bombenattentat gezeigt. "Das ist hart für uns, aber wir werden alles dafür tun, um die Fans wieder glücklich zu machen", hatte Trainer Stephen Keshi erklärt.

In den vergangenen Monaten war es in Nigeria wiederholt zu Gewaltakten gekommen. Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, Fußball und Musik seien eine "Verschwörung des Westens, um Muslime von der Ausübung ihrer Religion abzuhalten".

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