Der Flitzer-Vorfall beim deutschen Vorrundenspiel gegen Ghana (2:2) hat die FIFA auf den Plan gerufen.

"Wir sind dran. Das ist ein Fall für die Disziplinarkommission", sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer am Sonntag. Bei der Partie in Fortaleza war ein Mann ohne Hemd mit einer auf dem Oberkörper geschriebenen Botschaft auf den Platz gestürmt.

Eine Telefonnummer mit der Landesvorwahl von Polen (0048) sowie eine E-Mail-Adresse (HHSSCC(at)gmail.com) waren auf Brust und Bauch des Flitzers zu lesen.

Ein nationalsozialistischer Hintergrund konnte zunächst zumindest nicht ausgeschlossen werden. Die FIFA bekämpft mit ihrer Kampagne "Sag nein zum Rassismus" jede Form von Fremdenfeindlichkeit.

Der bärtige Mann mit kräftiger Statur war unmittelbar nach dem Führungstor durch Mario Götze (51.) mit Anlauf von der Tribüne aus über einen Steward gesprungen und Richtung Mittelkreis gestürmt.

Der brasilianische Schiedsrichter Sandro Ricci unterbrach die Partie sofort, während der von der FIFA für die weltweite Übertragung zuständige TV-Produzent umgehend andere Bilder aus dem Stadion zeigte.

Auf der täglichen FIFA-Pressekonferenz am Sonntag wurde zudem ein zweiter Vorfall mit möglicherweise rassistischem Hintergrund zur Sprache gebracht. Zwei hellhäutige Fans hatten sich die Gesichter schwarz angemalt und trugen weiße T-Shirts mit der selbst gemalten Aufschrift Ghana. Ein Foto der beiden wurde in sozialen Netzwerk kontrovers diskutiert.

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