Deutschlands Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel hat WM-Referee Felix Brych nach dessen viel diskutierter Elfmeterverweigerung beim Spiel zwischen Belgien und Russland (1:0) verteidigt.

"In der diskutierten Strafraumszene hatten alle Akteure auf dem Feld berechtigte Zweifel, ob es tatsächlich ein Strafstoß gewesen ist. Erst die Zeitlupen zeigen einen Kontakt", sagte Fandel.

Brych hatte Russland beim Stand von 0:0 einen Foulelfmeter verweigert, als Toby Alderweireld Angreifer Maxim Kanunnikow am Fuß traf (27.).

"Dennoch bleibt die Frage: Kam der russische Spieler deshalb zu Fall, oder weil er auf den Ball trat? Wenn es so viele Zweifel gibt, ist ein Schiedsrichter gut beraten, das Spiel weiterlaufen zu lassen." Fandel bescheinigte dem Münchner Brych "auch in seinem zweiten Einsatz eine insgesamt gute und souveräne Leistung".

Der frühere Schweizer Schiedsrichter Urs Meier dagegen meinte im "ZDF" zu besagter Szene: "Er trifft ihn am Bein. Wenn man die TV-Bilder sieht, muss er Elfmeter geben."

Dennoch betonte auch er: "Das war eine ganze schwierige Situation für den Schiedsrichter. Da war vorher nichts in dem Spiel, vielleicht zwei Foulspiele. Und dann kommt so eine scheiß Situation. Wenn man in dem Moment Elfmeter gibt und hinterher sieht, dass es keiner war, wäre es noch schlimmer."

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