vergrößernverkleinern
Aber die Führung währt nicht lange: Asamoah Gyan und Andrew Ayew drehen das Spiel binnen neun Minuten
© getty

Kurz vor dem entscheidenden Spiel in der deutschen Gruppe G muss sich der ghanaische Fußballverband GFA mit schweren Manipulationsvorwürfen auseinandersetzen.

Laut der britischen Zeitung "Telegraph" habe sich GFA-Präsident Kwesi Nyantakyi in Gesprächen mit Undercover-Reportern höchst empfänglich gezeigt, sein Nationalteam in manipulierten Spielen antreten zu lassen.

Über zwei Mittelsmänner, einen beim Weltverband FIFA registrierten Agenten sowie einen langjährigen GFA-Insider, seien die Journalisten als Vertreter einer Scheinfirma an die Ghanaer herangetreten.

Das Angebot: Ein "Sponsoring" von ghanaischen Länderspielen für jeweils 170.000 US-Dollar (umgerechnet 125.000 Euro) mit dem Recht der Gesellschaft, den Schiedsrichter eigenständig zu benennen - was eindeutig den FIFA-Regeln widerspricht.

Nyantakyi habe bei einem Treffen in Florida - kurz vor der WM in Brasilien - eine "Experimentierphase" nach der Endrunde vorgeschlagen. Der "Telegraph" schrieb ausdrücklich, dass die ghanaischen Profis wie der Schalker Kevin-Prince Boateng oder "irgendein anderer Spieler" nicht in Manipulationsverdacht stehen.

Der Vorwurf kommt für die Black Stars dennoch zur Unzeit. Am Samstag hatte sich das Team von Trainer Kwesi Appiah durch das 2:2 gegen die DFB-Elf im Rennen um das Achtelfinale in Fortaleza zurückgemeldet. Am Donnerstag spielt Ghana in Brasilia gegen Portugal (18.00 MESZ).

Die Ghana Football Association reagierte noch am Sonntagabend und wies die Vorwürfe in einem Statement zurück. Die GFA habe ihrerseits Ermittlungen gegen die beiden von der Zeitung genannten Personen einleiten lassen, die den Verband mit einem "Betrugsversuch" ins falsche Licht gerückt hätten.

[tweet url="//twitter.com/ghanafaofficial"]

Das Angebot der Finanzierung von Länderspielen bestritt die GFA zwar nicht - es sei jedoch in schriftlicher Form angefordert und anschließend dem Rechtsausschuss zur Prüfung vorlegt worden. Ein Vertrag sei nie unterzeichnet worden, bestochen worden sei niemand.

"Wir werden das nicht tolerieren und harte Sanktionen gegen solche Personen anstreben, wenn sich die Vorwürfe als wahr erweisen", schrieb die GFA, die sowohl die FIFA als auch die afrikanische Konföderation CAF informiert hat

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel