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Gary Lineker sieht Englands Fußball in einer Übergangsphase © getty

Der ehemalige englische Nationalspieler Gary Lineker hat das vorzeitige WM-Aus der Three Lions in Brasilien mit dem ihm eigenen Humor kommentiert.

"Das tut schon weh. Andererseits haben wir uns mittlerweile daran gewöhnt, Turniere zu genießen, bei denen wir selbst nicht mitspielen", sagte der 53-Jährige im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung".

Allerdings sieht der Torschützenkönig der WM 1986 in Mexiko (sechs Treffer) auch die Gründe für das vorzeitige Ausscheiden nach der Gruppenphase.

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"In Sachen Taktik und Spielintelligenz waren wir sowieso schon immer ein bisschen hinten dran. Das eigentliche Problem ist unsere Fußballkultur. Wir hatten noch nie ein großartiges Faible für Taktik. Wir wollen Blut und Donnerschlag, wir wollen harte Tacklings, wir fordern 100 Prozent, wir wollen keine Spieler, die lange den Ball halten", erklärte Linker.

England habe gehofft, zumindest die Gruppenphase zu überstehen und vielleicht ins Viertelfinale zu kommen. Es falle den Menschen schwer zu verstehen, wie eine so starke Liga - die Premier League - mit der Tatsache zusammenpasse, dass "wir keine starke Nationalmannschaft haben. Allerdings spielen in der Liga sehr viele Ausländer. Wir produzieren ganz einfach nicht genügend Talente", kritisierte der 80-malige Nationalspieler (48 Tore).

"Im Moment leben wir in einer Übergangsphase", glaubt Lineker. Die erfahrenen Spieler seien über den Zenit hinaus, und die jungen Spieler seien gut, aber noch sehr jung: "Man braucht ein halbes Dutzend Weltklasseleute auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, um eine Chance zu haben."

England habe in den vergangenen zwei, drei Jahren die nötigen dramatischen Veränderungen in der Nachwuchsförderung vorgenommen. Erst vor zwei Jahren sei eingeführt worden, dass Kinder und Teenager nicht auf Großfeldern spielen.

"Absurd. Junge Spieler werden in Zukunft verstärkt nachkommen, aber wir hecheln der Entwicklung zwei Jahrzehnte hinterher", meinte Lineker und ergänzte: "Es wird dauern, bis wir wieder eine Macht sind."

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