Der Erfolg der No-Name-Truppe aus Costa Rica hat offenbar selbst Trainer Jorge Luis Pinto (61) überrascht.

"Ich habe schon Tickets für meine Familie für die Partie in Rio gegen Kolumbien besorgt", sagte der Kolumbianer vor der sportlich unbedeutenden Partie in Gruppe D gegen England mit einem Grinsen im Gesicht.

Das Problem: Zum Duell im Achtelfinale im legendären Maracana-Stadion mit seinem Heimatland kommt es nur, wenn Kolumbien Erster in Gruppe C wird und Costa Rica nur Zweiter in Gruppe D.

Doch danach sieht es vor dem Duell mit den bereits ausgeschiedenen Three Lions nicht aus.

Costa Rica hat seine beiden ersten Spiele in der so genannten "Todesgruppe" mit drei ehemaligen Weltmeistern (3:1 gegen Uruguay, 1:0 gegen Italien) souverän gewonnen und so die Fachwelt überrascht.

"Es gibt kein Geheimnis, das ist das Ergebnis harter Arbeit", sagte Pinto: "Ich mag keine Zufälle und erwarte taktische Disziplin von meinen Spielern."

Die Ticos stehen wie erstmals 1990 bereits im Achtelfinale - doch auch danach soll das Fußball-Märchen für das Überraschungsteam noch nicht zu Ende sein.

"Wir bleiben mit den Füßen auf dem Boden. Wir haben zwar schon eine Menge erreicht - aber wir wollen mehr", sagte Pinto, der seine Mannschaft vor den angeschlagenen Engländern warnte: "Das Fußball-Mutterland darf nicht ohne Punkt nach Hause fahren. Sie wollen ihren Stolz verteidigen, sie werden alles geben. "

Trotz der desolaten Vorstellungen bisher von Wayne Rooney und Co. bezeichnete Pinto England als "Favoriten".

Trotzdem will Pinto seine Familie unbedingt enttäuschen: "Wir wollen den Gruppensieg, das haben wir uns verdient."

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