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Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn, selbst schon als "Beißer" in Aktion getreten, vermutet die Ursache für die neuerliche Beißattacke von Uruguay-Star Luis Suarez im psychologischen Bereich.

"Das ist ein Verhalten, das man sonst nur von Tieren kennt. Für mich ist das eine falsche Kanalisation innerer Anspannung. Man hat schon im letzten Spiel gesehen, dass er fast geweint hat", sagte Kahn im "ZDF": "Vielleicht ist so ein Verhalten für ihn die letzte Chance, diesen gewaltigen Druck abzubauen und sich aus seiner Anspannung zu befreien. Anders kann ich mir das nicht erklären."

Suarez hatte beim 1:0-Erfolg Uruguays gegen Italien in der 79. Minute Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen. Die Beißattacke war bereits die dritte in der Karriere des 27-Jährigen.

Auch Kahn hatte 1999 als Torwart von Bayern München mit einer ähnlichen Szene gegen den damaligen Dortmunder Heiko Herrlich für Aufsehen gesorgt.

Für den ehemaligen Schiedsrichter Urs Meier ist das weitere Vorgehen nach der Attacke von Suarez klar.

"Man sieht, dass er runtergeht und seinen Gegenspieler beißt. Die FIFA wird nun mit dem Schiedsrichter sprechen, ob er die Szene gesehen und beurteilt hat. Wenn er das nicht getan hat, dann kann die FIFA den Videobeweis nehmen und Suarez sperren", betonte Meier im "ZDF".

Hier weiterlesen: Wieder Biss-Attacke von Suarez

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