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Gianluigi Buffon (l.) fährt mit Italien nach Hause © getty

Nach dem 0:1 gegen Uruguay und dem Ausscheiden in der Gruppenphase hat es offenbar Zoff innerhalb des italienischen Teams gegeben.

Andrea Pirlo, der seine Nationalmannschaftskarriere beendet, wollte laut "Corriere dello Sport" nach der Partie noch eine Abschiedsrede halten.

Weil er zuvor noch zur Dopingprobe musste, warteten demnach alle anderen Spieler zwei Stunden lang auf ihn in der Kabine.

Nur Stürmer Mario Balotelli sei wortlos in den Mannschaftsbus gestapft und habe dort alleine mit Kopfhörern gesessen.

Die älteren Spieler übten nach dem WM-Aus unverhohlen Kritik an den jüngeren Mannschaftskameraden.

Kapitän und Torhüter Gianluigi Buffon sagte: "Man sagt, dass Pirlo, Buffon, de Rossi und Barzagli alt sind, dabei sind es immer wir, die voran gehen und den Karren ziehen", erklärte er dem "Corriere dello Sport".

Der 36-Jährige weiter: "Jetzt kommt es darauf an, die zu sehen, die auf dem Feld arbeiten, denn auf dem Feld muss man machen und nicht sagen: Dieser Spieler wird mal ein Champion."

Routinier Daniele de Rossi stellte sich hinter Buffon: "Ich unterstütze das, was Buffon gesagt hat. Es macht Sinn, was unser Kapitän gesagt hat, einer der besten Torhüter der Welt. Das liegt nicht nur daran, dass ich einer der vier Senatoren bin, die Buffon freigesprochen hat", so der Mittelfeld-Abräumer: "Sondern weil es richtig ist, dass wir den echten Geist verkörpern und unseren Kopf hinhalten. Jetzt müssen wir als echte Männer neu beginnen, nicht als Püppchen."

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