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Der Vampir treibt sein Unwesen: Im Vorrundenspiel beißt Uruguays Luis Suarez dem Italiener Giorgio Chiellini in die Schulter, wird aber nicht vom Platz gestellt. Erst nachträglich bekommt der Wiederholungstäter eine mehrmonatige Sperre aufgebrummt
Uruguays Luis Suarez biss Giorgio Chiellini in die Schulter © getty

Luis Suarez hat nach dem 1:0-Sieg über Italien seinen Biss gegen Giorgio Chiellini kleingeredet.

"Solche Dinge passieren im Spiel. Das sollte man nicht überbewerten", sagte der 27-Jährige, nachdem er zum dritten Mal in seiner Karriere mit einer Beiß-Attacke aufgefallen war.

"Er hat mich hart mit seiner Schulter angegangen, dabei auch mein Auge getroffen", sagte Suarez über den Zusammenstoß mit dem italienischen Verteidiger.

Uruguays Kapitän Diego Lugano leugnete den Vorfall nach dem Spiel sogar komplett: "Einen Biss? Ich habe keine Bisse gesehen und ihr auch nicht, denn es gab keine. Die Abdrücke sind alte Wunden, jeder Idiot kann das erkennen."

Uru-Trainer Oscar Tabarez schimpfte: "Das hier ist eine Weltmeisterschaft im Fußball und nicht eine in billiger Moral. Wie wir in Uruguay sagen: Es gibt immer Leute, die hinter dem Baum warten, bis einer einen Fehler macht."

Und weiter: "Suarez ist das Lieblingsziel einer bestimmten Presse, die einem vermeintlichen Fehler von ihm viel mehr Raum gibt als den Dingen, weshalb er auf dem Platz steht. Für uns ist er ein wichtiger Spieler, und wenn er angegriffen wird, wie jetzt schon im Pressesaal, dann werden wir ihn verteidigen."

Biss-Opfer Giorgio Chiellini sieht die Sache anders: "Suarez ist eine Schlange, und er kommt damit durch, weil die Fifa ihre Stars in der WM behalten will. Der Schiedsrichter sah den Abdruck, aber er hat nichts unternommen", sagte der 29-Jährige.

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