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Suarez (r.) wurde nach dem Biss für vier Monate gesperrt
Der Biss von Luis Suarez könnte ein folgenreiches Nachspiel haben. © getty

Uruguays Luis Suarez droht nach seiner Beiß-Attacke gegen den Italiener Giorgio Chiellini eine empfindliche Strafe.

Es wäre nicht dass erste Mal, dass ein Spieler bei einer WM für längere Spiele aus dem Verkehr gezogen würde. Rekordverdächtig sind dabei die acht Spiele Sperre, die 1994 Chiellinis Landsmann Mauro Tassotti erhielt.

Im Viertelfinale gegen Spanien brach das römische Rauhbein Gegenspieler Luis Enrique per Ellbogencheck die Nase.

Der Schiedsrichter sah die Attacke nicht, Italien siegte 2:1. Tassotti aber wurde im Nachhinein durch TV-Bilder überführt, seine Karriere im Nationalteam war damit beendet.

Im Vergleich zu anderen Sanktionen im Weltfußball fiel dies aber noch vergleichsweise glimpflich aus.

Der französische Stürmerstar Eric Cantona von Manchester United wurde 1995 nach seinem legendären Kung-Fu-Tritt gegen Crystal-Palace-Fan Matthew Simmons für neun Monate gesperrt.

Paolo Rossi wurde 1980 wegen seiner Beteiligung in den italienischen Manipulations-Skandal gar zu drei Jahren Auszeit verurteilt.

Rechtzeitig zur WM wurde der Stürmer begnadigt, mit sechs Treffern Torschützenkönig, und Italien holte den Titel.

In England leisteten sich Liverpools Kevin Keegan und Billy Bremner von Leeds United 1974 die Ungeheuerlichkeit, ausgerechnet beim Charity Shield zum Saisonauftakt als erste britische Fußballer vom Platz zu fliegen und danach ihre Trikots auf den Rasen zu schleudern - das alles bei der ersten Live-Übertragung des Wettbewerbs.

Die FA war not amused und sperrte beide für elf Partien.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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