vergrößernverkleinern
Markus Merk bietet Luis Suarez eine kostenlose Zahnbehandlung an © getty

Der ehemalige Zahnarzt und FIFA-Schiedsrichter Markus Merk hat Uruguays Fußball-Nationalstürmer Luis Suarez nach dessen Beiß-Attacke bei der WM eine Sonderbehandlung angeboten.

"Ich habe meine Praxis zwar schon vor neun Jahren verkauft, aber vielleicht sollte ich jetzt über ein Comeback als Zahnarzt nachdenken - der Fußball-Welt zuliebe", sagte der 52-Jährige zu "11freunde": "Herr Suarez bekommt von mir eine kostenlose Behandlung, das hake ich als soziale Dienstleistung ab."

Sorgen um die Zähne des 27-Jährigen müsse man sich nicht machen, ergänzte Merk: "Unser Gebiss ist zwar nicht originär dafür gemacht, um in menschliche Schultern zu beißen, aber das werden die Zähne aushalten. Viel eher mache ich mir Sorgen um den armen Giorgio Chiellini (das Biss-Opfer, d. Red.). Schließlich verfügt Suarez über einen erstaunlichen Biss, das hat er ja schon in der Vergangenheit mehrfach bewiesen."

Für eine "Behandlung" des "Kannibalen" gebe es "diverse Möglichkeiten", so Merk:

"Eine Biss-Schiene wäre eine Alternative, allerdings kann die ja vom Träger problemlos beseitigt werden. Möglicherweise würde ich mich da an dem Spruch orientieren, der einst für allzu bissige Personen erfunden wurde: 'Dem muss mal einer den Zahn ziehen.' Wie das genau beim Patienten Suarez aussehen könnte, würde ich dann nach der ersten Vorsorgeuntersuchung entscheiden."

Ernster beurteilte Merk die Szene aus der Sicht des ehemaligen Unparteiischen. Die Aktion im Spiel gegen Italien (1:0) sei "eine glasklare Tätlichkeit" gewesen.

Falls keiner aus dem Schiedsrichter-Gespann die Aktion gesehen habe, "kann sich Suarez auf eine harte Strafe gefasst machen.

Da Suarez bei einem WM-Spiel zugebissen hat, dürfte die Sanktion nicht gerade zimperlich ausfallen. Bei einer Weltmeisterschaft muss man Zeichen setzen - auch bei der Bestrafung der Spieler."

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel