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Giovanni Trapattoni genießt in Deutschland noch immer Kultstatus aufgrund seiner Wutrede bei Bayern. © getty

Italiens Ex-Nationaltrainer Giovanni Trapattoni macht die langen Liga-Spielzeiten für die schlechten Leistungen der Nationalteams von Italien, Spanien und England bei der WM in Brasilien verantwortlich.

"Die italienische Nationalmannschaft ist geschwächt nach Brasilien gereist, genau wie Spanien und England, wo die Meisterschaften für die Spieler viel Stress bedeuten. Italien, Spanien und England erleben dieselben Probleme und zahlen dafür einen hohen Preis", sagte "Trap".

Der 75-Jährige verteidigte Italiens Starstürmer Mario Balotelli gegen den Vorwurf, der Hauptverantwortliche für die Pleite der Squadra Azzurra bei der WM gewesen zu sein.

"Es ist ungerecht, dass Balotelli die ganze Schuld für die Niederlage Italiens aufgehalst wird. Balotelli muss unterstützt werden. Er hat viele Qualitäten, leider ist er noch nicht reif. Schwarze Jugendliche - ich sage das, weil ich sie trainiert habe - müssen stets Vertrauen spüren", so Trapattoni im Interview mit der römischen Tageszeitung "Il Messaggero".

Der italienische Fußball sei mit dem WM-Aus nicht am Ende:

"Wir haben uns schon aus schwierigen Situationen gerettet, wir werden es auch diesmal tun. Eine Phase ist zu Ende, man muss nach vorne blicken", meinte der frühere Bayern-Trainer.

Trapattoni bereitet sich derweil auf einen neuen Lebensabschnitt vor. Er wird künftig die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste trainieren: "Ich stehe vor einem neuen Abenteuer."

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