Der am Samstag (28. Juni) beginnende Fastenmonat Ramadan stellt die muslimischen Profis vor große Herausforderungen.

Das Klima in Brasilien macht strenges Fasten quasi unmöglich.

"Während des Fußballspiels kann der Aktive individuell unterschiedlich bis zu sechs Liter Flüssigkeit über die Haut verlieren. Dieser Flüssigkeitsverlust ist mit einer großen physiologischen Leistungseinbuße verbunden", erklärte Sportmediziner Markus de Marees, Leiter des Bereichs Leistungsphysiologie und Höhenmedizin an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

"Es ist mehr als sehr unwahrscheinlich, eine 90-minütige Belastung innerhalb einer zwölfstündigen Fastenperiode bei 30 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent ohne Leistungseinbuße - wenn überhaupt - ohne gesundheitliche Schäden zu absolvieren", sagte de Marees.

Er hat auch einen Lösungsansatz, um die Gesundheit der Sportler zu schützen.

"Am besten wäre es, eine Ausnahmeregelung im Rahmen des Regelwerkes des Islam zu nutzen. Wenn es gesundheitlich nicht zu verantworten ist oder sich der Gläubige auf Reisen befindet, wäre es am besten, die Fasttage nach der WM durchzuführen", erklärte der Mediziner.

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