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Die WM 2022 wurde an Katar vergeben © getty

Die FIFA ist offenbar gewillt, dem Scheichtum Katar die Gastgeberrolle für die WM-Endrunde 2022 zu entziehen.

Laut der brasilianischen Tageszeitung "Folha de S. Paulo" warte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter nur auf den abschließenden Bericht der Ethik-Kommission, um den Fall dem Exekutiv-Komitee neu vorzulegen.

Die FIFA hatte sich zuletzt wiederholt zurückhaltend geäußert und wollte der unabhängigen Ethik-Kommission nicht vorgreifen.

Allerdings hatte der 78-jährige Schweizer Blatter die Vergabe der WM an das Emirat am Persischen Golf vor geraumer Zeit als "Fehler" bezeichnet.

Katar steht wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen bei der WM-Vergabe im Dezember 2010 sowie unter anderem wegen der katastrophalen Arbeitsbedingungen zahlreicher Gastarbeiter im Emirat international in der Kritik.

Allerdings hatte Katar immer wieder betont, an seiner WM-Gastgeberrolle unter allen Umständen festhalten zu wollen.

Wie die "Folha" in ihrer Donnerstag-Ausgabe berichtet, führe der Ethik-Kommissions-Bericht ausreichende Beweise für Korruptionsfälle im Vorfeld der WM-Vergabe an.

Dies habe Blatter bereits gegenüber europäischen Funktionären angedeutet.

FIFA-Chef-Ermittler Michael J. Garcia will die Untersuchungen in Kürze abschließen und wird den Bericht voraussichtlich im Spätsommer vorlegen.

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