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Deutschland-Schreck Mario Balotelli erzielte immerhin das Siegtor gegen England. © getty

Der nach dem blamablen WM-Aus der italienischen Nationalmannschaft in die Kritik geratene Mario Balotelli erhält Rückendeckung von seinem Manager Mino Raiola.

"Es ist eine Schande, die ganze Schuld für Italiens Pleite Balotelli aufzuhalsen. Dieses Verhalten spiegelt ein Land wider, in dem der Fußball gestorben ist", sagte Raiola im Gespräch mit der "Gazzetta dello Sport".

"Mario ist traurig, ich würde sagen: verzweifelt. Nur AC Mailands Geschäftsführer Adriano Galliani hat ihn verteidigt, beim italienischen Verband herrscht Schweigen. Mario ist deprimiert, weil er nicht sein ganzes Talent zeigen konnte", so Raiola.

Und der Manager legte nach: "In Europa gewinnen unsere Klubs nicht mehr, wie hätte die Nationalmannschaft Wunder bewirken sollen?"

Er kenne Cesare Prandelli nicht, "doch sein taktisches Konzept war zum Scheitern verurteilt. Wie konnte er glauben, mit einem einzigen Stürmer zu gewinnen?" fragte Raiola.

Der 46-Jährige dementierte außerdem Gerüchte, Balotelli werde Milan verlassen:

"Mario bleibt, wo man ihn gern hat. Wenn Barbara Berlusconi (stellvertretende Geschäftsführerin des AC Milan, d. Red. ) behauptet, dass Balotelli ersetzbar ist, soll sie mich zu einem Gespräch einladen, und wir finden eine Lösung."

Balotelli sei im vergangenen Jahr wegen seiner Liebe zum Verein nach Mailand gekommen: "Ich weiß nicht, ob dasselbe auch für Barbara Berlusconi gilt."

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