vergrößernverkleinern
Verbandspräsident Kwesi Nyantakyi wirft seinen Spielern Geldgier vor © getty

Ghanas Verbandspräsident Kwesi Nyantakyi sieht im Prämienstreit den entscheidenden Grund für das Aus der "Black Stars in der WM-Vorrunde.

"Geld, Geld, Geld - das war der Refrain der Spieler. Es ist schade, dass sie es zuließen, dass das unsere Weltmeisterschaft verdorben hat", sagte Nyantakyi mit Tränen in den Augen laut eines Berichts der staatlichen Zeitung "Daily Graphic".

Nyantakyi kritisierte das Verhalten als "Antrittsprämien-Syndrom.

"Die Spieler hätten immer wieder ihre Antrittsprämien gefordert.

"Wir wollen Geld, wir wollen Geld", sei die einzige Botschaft gewesen, sagte Nyantakyi.

Die Spieler hatten auf die Verzögerung ihrer Antrittsprämien sogar mit einem Trainingsboykott reagiert. Erst auf Vermittlung von Staatspräsident John Mahama war der Streit beigelegt worden.

Die Regierung hatte dem Verband die stattliche Summe von rund drei Millionen Dollar vorgestreckt.

Das Geld wurde per Flugzeug nach Brasilia gebracht.

Als die wertvolle Luftfracht gelandet war, wurde sie von einer Polizeieskorte begleitet ins Teamhotel transportiert. Dort wurde den Spielern das Geld bar übergeben.

Ghana war nach Niederlagen gegen die USA und Portugal (jeweils 1: 2) und einem Punktgewinn gegen Deutschland (2:2) als Tabellenletzter der Gruppe G ausgeschieden.

Bei der WM 2010 in Südafrika hatte der viermalige Afrikameister noch das Viertelfinale erreicht.

Vor dem Spiel gegen Portugal waren zudem der Schalker Kevin-Prince Boateng und Sulley Muntari suspendiert worden.

Boateng habe Trainer Kwesi Appiah "vulgär beschimpft und keine Reue gezeigt", hieß es in einer offiziellen Erklärung des Verbandes.

Muntari sei während einer Sitzung gegen Verbandsfunktionär Moses Armah "handgreiflich geworden". Boateng bestritt die Darstellung.

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel