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Der DFL-Vorsitzende Christian Seifert will über die Kosten der Torlinientechnik vorab informieren
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FIFA-Präsident Sepp Blatter hat in einer Videobotschaft angebliche UEFA-Pläne zum Einsatz der Torlinientechnologie bei der Europameisterschaft 2016 mitgeteilt.

"Ich habe mit UEFA-Präsident Michel Platini gesprochen, er hat mir gesagt, dass er Goal-Line-Technology bei der Europameisterschaft 2016 einführen wird", sagte Blatter in einem Interview auf der FIFA-Homepage.

Kurze Zeit später dementierte die UEFA entsprechende Pläne. Platini galt bislang als Gegner der Torlinientechnik und war für den Einsatz der in UEFA-Wettbewerben eingesetzten Torrichter.

"Der Präsident hat offiziell gesagt, dass er eine Einführung bei der EURO 2016 erwägt. Jedoch ist das nicht mit einem Fingerschnipsen zu erledigen. Es wird im Schiedsrichterkomitee diskutiert werden und muss immer noch vom Exekutivkomitee bestätigt werden", sagte UEFA-Medienchef Pedro Pinto und schloss damit eine Einführung beim Turnier in Frankreich nicht aus.

Bei der WM in Brasilien wird die Torlinientechnik bereits benutzt und führte unter anderem zur Anerkennung eines Treffers im Spiel Frankreich gegen Honduras (3:0).

Außerdem teilte Blatter mit, dass er über den Einsatz eines Videobeweises nachdenke: Dabei sollen Trainer pro Halbzeit zweimal Einspruch gegen Schiedsrichterentscheidungen einlegen können.

"Wenn es darum geht, ob es ein Elfmeter oder kein Elfmeter war, innerhalb oder außerhalb des Strafraums, ein Foul oder kein Foul, kann der Coach intervenieren", meinte Blatter.

Dies solle allerdings nur möglich sein, wenn das Spiel bereits unterbrochen sei - bei Abseitsentscheidungen dürfe ebenfalls kein Videobeweis eingesetzt werden. Anschließend solle der Referee die Situation mithilfe eines Monitors beobachten und seine Entscheidung revidieren können.

Der Videobeweis, der laut Blatter für "mehr Gerechtigkeit" sorgen soll, wird bereits in anderen Sportarten wie Hockey oder American Football eingesetzt.

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