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Die Fans der Mannschaft aus Ghana waren nach dem Vorrunden-Aus sichtlich entäuscht © getty

Für Ghanas Sportminister hat das frühe WM-Aus der Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien unangenehme Folgen.

Elvis Afriyie-Ankrah wurde nach dem Chaos mit Prämienstreit, der Suspendierungen von Schalke-Star Kevin-Prince Boateng und Sulley Muntari sowie Manipulationsvorwürfen gegen den Verbandschef auf einen niedrigeren Posten im Präsidialamt versetzt.

Staatspräsident John Dramani Mahama gab zudem bekannt, dass Afriyie-Ankrahs Stellvertreter Joseph Yammin künftig nur noch in einem Regionalministerium in Ashanti tätig ist.

Die Versetzungen seien "Teil der Regierungsumbildung", hieß es.

Vor dem Vorrunden-Aus nach dem 1:2 gegen Portugal hatte bei Ghanas Nationalteam Chaos geherrscht.

Weil die Antrittsprämien nicht pünktlich gezahlt wurden, boykottierten die Spieler das Training.

Erst auf Vermittlung Mahamas wurde der Streit beigelegt.

Die Regierung streckte dem Verband die stattliche Summe von rund drei Millionen Dollar vor.

Vor dem entscheidenden Spiel gegen Portugal waren zudem Boateng und Muntari suspendiert worden. Boateng habe Trainer Kwesi Appiah "vulgär beschimpft und keine Reue gezeigt", hieß es in einer offiziellen Erklärung des Verbandes.

Muntari sei während einer Sitzung gegen Verbandsfunktionär Moses Armah "handgreiflich geworden". Boateng bestritt die Darstellung.

Zuvor waren Manipulationsvorwürfe gegen Verbandschef Kwesi Nyantakyi laut geworden. Laut der britischen Zeitung "Telegraph" habe sich der GFA-Präsident in Gesprächen mit Undercover-Reportern höchst empfänglich gezeigt, sein Nationalteam in manipulierten Spielen antreten zu lassen. Nyantakyi bestritt dies.

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