Der Fußball-Weltverband FIFA hat im Fall Luis Suarez peinlich genau auf die Unabhängigkeit des urteilenden Disziplinarkomitees geachtet.

Unter dem Vorsitz des Schweizers Claudio Sulser kamen bei der Entscheidung zur Sperre des Nationalspielers aus Uruguay ausschließlich Disziplinar-Komitee-Mitglieder zum Einsatz, deren Nationen nicht bei der WM in Brasilien vertreten sind.

Das geht aus der Urteilsbegründung der FIFA hervor, die dem SID vorliegt.

Neben Sulser war demnach Lim Kia Tong aus Singapur stellvertretender Vorsitzender bei der Untersuchung des Falles. Weitere Mitglieder des Komitees in dieser Entscheidung waren: Raymond Hack aus Südafrika, Ariel Alvarado (Panama), Norman George von den Cookinseln, der Pakistaner Nayyar Haider und Martin Hong aus Hongkong.

Die FIFA hatte sich zuvor nicht über die genaue Zusammensetzung des Gremiums äußern wollen.

Sprecherin Delia Fischer betonte jedoch, dass das Disziplinar-Komitee "völlig unabhängig" von anderen Organisationen der FIFA handle und entscheide.

Eine Einflussnahme von außen sei damit ausgeschlossen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel