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Das Team Algeriens geht selbstbewusst aber realistisch in die Partie gegen die DFB-Elf © getty

Algeriens Nationalmannschaft geht fast mit übergroßem Respekt in das WM-Achtelfinale am Montag gegen Deutschland in Porto Alegre (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER).

"Wir sind ein kleines bisschen zuversichtlich", sagte Mittelfeldspieler Hassan Yebda vorsichtig und ließ dann durchblicken, dass er nicht wirklich an eine Chance glaubt: "Deutschland ist die beste Mannschaft überhaupt. Wir brauchen das perfekte Spiel und es wäre eine Sensation, wenn wir das Viertelfinale erreichen würden."

Um den Druck halbwegs stemmen zu können, "müssen wir versuchen, das wie ein Freundschaftsspiel anzugehen", meinte Yebda.

Auch Abdelhafid Tasfaout - Ex-Kapitän, Rekordtorschütze und heute Co-Trainer der Nationalmannschaft, glaubt offenbar nicht wirklich an eine Chance.

"Unser Hauptziel haben wir durch den Einzug ins Achtelfinale schon erreicht", sagte der 45-Jährige: "Wir werden uns einfach so vorbereiten und so spielen, dass wir uns nachher nichts vorzuwerfen haben." Deutschland sei "eine große Fußballnation" und habe auch "aktuell eine Mannschaft mit starken Einzelspielern und einem starken Kollektiv.

Und sie kommen praktisch bei jeder WM ins Halbfinale." Auch die Frage, ob das Spiel schon vorher verloren sei, antwortete Tasfaout nur: "Man darf sich nicht verrückt machen lassen".

Etwas positiver gab sich Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb. "Wir haben nach dieser Vorrunde allen Grund, selbstbewusst zu sein, und wir müssen bereit sein zum Kampf", betonte der 19-Jährige von Tottenham Hotspur. Doch er auch er erklärte, "dass das ein ganz hartes Spiel wird. Deutschland hat einen der besten Torhüter der Welt, sie haben Özil, sie haben Götze, sie haben in jedem Mannschaftsteil überragende Spieler".

Eine Motivation ist die Erwartung der Bevölkerung. "Wir haben Videos aus der Heimat gesehen, da konnte man erkennen, dass alle total ausgeflippt sind", berichtete Bentaleb: "Dieses Spiel bedeutet den Menschen in Algerien sehr viel. Und wir sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben, dieses Spiel spielen zu dürfen."

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