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Andreas Rettig ist seit Januar 2013 DFL-Geschäftsführer
Andreas Rettig ist seit Januar 2013 DFL-Geschäftsführer © getty

Wegen der Ausblendung des "Flitzers" bei der TV-Übertragung des WM-Gruppenspiels zwischen Deutschland und den USA wirft Geschäftsführer Andreas Rettig von der Deutschen Fußball Liga dem Weltverband FIFA "eine Form der Zensur" vor.

"Wenn ein Spiel unterbrochen wird und eine Szene Einfluss auf das Spiel hat, muss das im TV zu sehen sein. Wir hätten die Szene in der Bundesliga definitiv gezeigt", sagte Rettig der Bild am Sonntag.

Beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft am vergangenen Donnerstag in Recife gegen die USA (1:0) war ein Zuschauer mit einer Fahne des deutschen Double-Gewinners Bayern München während der laufenden Begegnung auf das Spielfeld gestürmt.

Die FIFA-Regie gab allerdings zu diesem Zeitpunkt lediglich Bilder von den Stadionrängen mit jubelnden Zuschauern frei, bis der "Flitzer" vom Ordnungsdienst abgeführt worden war.

Abgesehen von seiner Verärgerung über die Beeinflussung der Berichterstattung durch die FIFA sieht Rettig das WM-Turnier in Brasilien unter anderem als Werbung für die Bundesliga an.

"Der Fußball spricht während der WM auch Menschen an, die sich sonst nicht für Fußball interessieren. Das ist ein sehr positiver Effekt. Es fallen viele Tore, die Spiele sind attraktiv, und wir sehen Topleistungen von Bundesligaspielern wie Thomas Müller oder Arjen Robben. Und: Die Bundesliga stellt mit 72 Spielern auch die meisten bei der WM. Nimmt man die zweite Liga hinzu, sind es sogar 77", sagte Rettig.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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