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9. EFFIZIENT UND EISKALT STATT EMOTIONAL: Bei der WM 2006 wurde die deutsche Mannschaft von den Emotionen getragen. Vor vier Jahren attackierte die DFB-Elf überfallartig und fegte England und Argentinien vom Platz. Bei dieser Weltmeisterschaft spielt die Mannschaft eher kühl, dafür aber enorm erfolgreich
Thomas Müller traf zum WM-Auftakt gegen Portugal drei Mal © getty

Nationalspieler Thomas Müller ist durch seine starken Auftritte bei der WM in Brasilien nach Experten-Meinung aus dem langen Schatten seines berühmten Namensvetters Gerd Müller herausgetreten.

"Thomas hat es tatsächlich geschafft, Gerd abzulösen. Wenn die Leute nun Müller hören, denken sie vermehrt an Thomas. Das ist enorm", sagte der Sportmarketing-Experte Peter Rohlmann der "Bild am Sonntag".

Die beschriebene Entwicklung ist aus der Sicht des Werbestrategen wegen der großen Popularität des Siegtorschützen der deutschen Nationalelf im WM-Finale von 1974 gegen die Niederlande (2:1) erstaunlich: "Unsere Nation hat im Fußball bei seinem Namen Vorpägung durch Gerd Müller. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist ja mit dem 'Bomber der Nation' aufgewachsen, hat die Bilder von 1974 verinnerlicht."

Rohlmann sagt Thomas Müller, der bereits bei der Endrunde 2010 in Südafrika mit fünf Treffern Torschützenkönig geworden war und in Brasilien bislang schon viermal getroffen hat, auch wegen seiner allgemeinen Glaubwürdigkeit durch Natürlichkeit und bodenständiges Image glänzende Perspektiven in der Werbung voraus: "Er kann aufgrund der genannten Faktoren in den kommenden Jahren die größte Marke im deutschen Fußball werden."

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