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Hautbemalung steht offenbar hoch im Kurs bei der WM in Brasilien
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Der Innenministerkonferenz-Vorsitzende Ralf Jäger hat die deutschen Fans bei der WM in Brasilien für ihr bisheriges Verhalten gelobt.

"Oft genug begleiten den Fußball negative Schlagzeilen. Die deutschen Fans zeigen in Brasilien, wie man friedlich mit viel Leidenschaft und Spaß ein tolles Fußballfest feiern kann", sagte der NRW-Innenminister in einer Zwischenbilanz nach dem Achtelfinal-Einzug der deutschen Mannschaft.

Jägers Einschätzung basiert auf Berichten der siebenköpfigen Delegation der deutschen Polizei in Brasilien über den Auftritt der rund 6000 deutschen WM-Touristen. Bisherigen Erkenntnissen der Behörden zufolge haben nur vereinzelt polizeibekannte Gewalttäter die kostspielige Reise nach Brasilien angetreten, aber vor Ort noch keinen Anlass zu Einsätzen gegeben.

"Gruppen deutscher Krawallmacher haben sich bislang aber nicht in Richtung Brasilien auf den Weg gemacht", sagte Jäger.

Dadurch können die Mitglieder der deutschen Delegation im Kontakt mit ihren brasilianischen Kollegen mehr Aufmerksamkeit auf die Verdeutlichung der unterschiedlichen Fankultur verwenden.

Jäger: "Die deutschen Polizisten sind auch vor Ort, um brasilianischen Sicherheitskräften, wenn nötig, deutsches Fanverhalten zu erklären. Das trägt dazu bei, Konflikte und Eskalation zu vermeiden."

Die entsprechende Kommunikation habe sich zuletzt auch bei der Debatte über die im Stadion aufgehängten Fahnen bewährt.

"Mit dem Hintergrundwissen, das wir vermittelt haben, konnten die Probleme bereits ohne größere Aggressionen gelöst werden", sagte Polizei-Oberrat Uwe Ganz als Delegationsleiter.

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