Als Reaktion auf die Unruhen nach dem Achtelfinaleinzug Algeriens bei der Weltmeisterschaft in Brasilien mit 74 Festnahmen in französischen Städten hat die hiesige Regierung die Sicherheitsvorkehrungen vor dem Spiel der "Wüstenfüchse" am Montag gegen Deutschland (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER) erhöht.

So werden allein im Osten der Großstadt Lyon, in dem viele algerische Einwanderer leben, mehr als 500 Polizisten im Einsatz sein.

Harlem Desir, Frankreichs Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, rief dazu auf, "friedlich zu feiern" und "keine Gewalt aufkommen" zu lassen.

Er würde sich freuen, "wenn wir unser Land nicht in kleine Gruppen spalten, sondern friedlich zusammenleben."

Desir trat damit auch den jüngsten Kommentaren der rechten Parteiführerin Marine Le Pen von der Front National entgegen, die nach den Ausschreitungen nach dem 1:1 gegen Russland striktere Migrationsgesetze und ein Ende der doppelten Staatsbürgerschaft gefordert hatte.

Die Algerier stellen den größten Anteil der Zuwanderer in Frankreich.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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