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1. Juli: Im Achtelfinale wartet der krasse Außenseiter Algerien. Das DFB-Team tut sich schwer. Immer wieder werden die Nordafrikaner mit schnellen Kontern gefährlich. Manuel Neuer rettet mit einer extrem offensiven Interpretation seiner Torwartrolle mehrfach in höchster Not
Algerien mit der Chance zur Führung © getty

Der ehemalige Nationalspieler Christian Wörns hat das Abwehrverhalten der deutschen Nationalmannschaft nach dem schmeichelhaften Einzug ins WM-Viertelfinale kritisiert.

Weltmeister Olaf Thon glaubt nach dem 2:1 nach Verlängerung gegen Algerien dagegen mehr denn je an den Titelgewinn.

Die Abwehr habe zwar ein "bisschen gewackelt", sagte Thon in einem Interview mit "sportschau.de", Sorgen mache sich der Weltmeister von 1990 deswegen aber nicht: "Ganz im Gegenteil: Dieses Spiel stimmt mich optimistisch, dass wir den WM-Titel gewinnen können."

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw habe sich "durchgebissen. Das war aus meiner Sicht die Initialzündung dafür, dass wir Weltmeister werden", sagte Thon: "Solch eine Partie schweißt die Spieler noch enger zusammen. Ich bin da sehr zuversichtlich." Im Viertelfinale trifft die deutsche Mannschaft am Freitag auf Frankreich.

Wörns bemängelte vor allem das Abwehrverhalten der Offensivspieler gegen giftige Algerier.

"Die Außenstürmer und das zentrale Mittelfeld hätten schneller den Rückwärtsgang einlegen müssen, das ist in solchen Spielen enorm wichtig. Das kam einfach zu spät, da hatten die Algerier schon ein, zwei Meter Vorsprung", sagte der ehemalige Innenverteidiger dem "Mannheimer Morgen": "Auf diesem Niveau ist das zu spät, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen."

Die kritisierten Außenverteidiger Benedikt Höwedes und Shkodran Mustafi nahm Wörns in Schutz: "Sie haben solide gespielt. Wenn die Räume da sind, wie sie es in diesem Spiel waren, dann wird das für jede Abwehr schwer."

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