Bei einer Großrazzia hat die Polizei elf Schwarzmarkthändler, zehn Brasilianer und einen Algerier, in den WM-Spielorten Rio de Janeiro und Sao Paulo auffliegen lassen.

Den Verhafteten wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Geldwäsche vorgeworfen.

Laut Polizei handelt es sich bei den Eintrittskarten um Originaltickets, die die FIFA an Sponsoren, WM-Spielern und nichtstaatlichen Organisationen NRO kostenlos weitergegeben hatte.

Allein 200 WM-Tickets stellte die Polizei bei zwei US-Amerikanern und einer Italienerin in einem Hotel an der Copacabana sicher.

Das Trio hatte eine komplette Etage angemietet, von wo aus per Internet die begehrten Eintrittskarten verkauft wurden.

Darunter sind laut Polizeichef Fabio Barucke auch zehn Tickets, die Mitglieder aus der Delegation des brasilianischen Fußballverbandes CBF erhalten haben.

Schon am Montag stellte die Polizei 200 Tickets bei zwei US-Amerikanern und einer Italienerin in einem Hotel an der Copacabana sicher.

Die Karten, die Sponsoren und Mitgliedsverbänden des Weltverbandes zugeteilt worden waren, befanden sich im "Warenangebot".

Die "Operation Jules Rimet", benannt nach dem ersten FIFA-Präsidenten, sei bereits einem Monat vor der WM angelaufen. "Wir haben sie viele Tickets verkaufen lassen, um Beweise vor der Verhaftung zu sammeln", sagte Barucke.

Die Tickets konnten am Schwarzmarkt für weit überzogene Preise an den Mann gebracht werden. So habe die Bande für 22 Karten bei der Vorrundenpartie zwischen Brasilien und Kamerun in Fortaleza umgerechnet rund 166.000 Euro kassiert, macht im Schnitt pro Stück 7545 Euro.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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