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Sevilla 1982: Toni Schumacher (r.) springt den Franzosen Patrick Battiston (l.) um © getty

Der ehemalige französische Nationalspieler Maxime Bossis will "Rache" für die Niederlagen gegen Deutschland in den WM-Halbfinalspielen 1982 und 1986.

"Ich werde das Spiel mit Revanche-Gedanken anschauen", sagte er der Zeitung "Le Parisien".

Dem derzeitigen französischen Nationaltrainer Didier Deschamps wollte er zurufen: "Rächt Sevilla!"

Beim denkwürdigen Halbfinale 1982 in Sevilla hatten die Franzosen in der Verlängerung bereits mit 3:1 geführt. Die DFB-Auswahl glich zum 3:3 aus, im ersten Elfmeterschießen der WM-Geschichte scheiterte Verteidiger Bossis danach als fünfter Schütze an Toni Schumacher.

Schumacher hatte in der ersten Halbzeit den Franzosen Patrick Battiston über den Haufen gesprungen.

"Die Frustration erstreckt sich für mich bis 1986", sagte Bossis. Vier Jahre nach dem Spiel in Sevilla verlor Frankreich, das zwischenzeitlich im eigenen Land Europameister geworden war (1984), das WM-Halbfinale im mexikanischen Guadalajara mit 0:2. Man könne beide Generationen nicht miteinander vergleichen, gab der 76-malige Nationalspieler zu, "aber ich werde Frankreich anfeuern, während ich mich meines Scheiterns erinnere".

Die Revanche-Gelüste des 59 Jahre alten Bossis werden von seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Marius Tresor jedoch nicht geteilt.

Tresor, der 1982 in der Verlängerung mit einem Volleyschuss zum 2:1 (93.) getroffen und danach in sehr denkwürdiger Manier gejubelt hatte, sagte der 64-Jährige "Le Parisien".

"Das ist jetzt deren Geschichte, nicht unsere."

Ein paar Spieler von heute, ergänzte Tresor, "waren ja nicht mal geboren, als das Spiel gespielt wurde", sie sollten daher nicht "die Last der Geschichte auf ihren Schultern tragen müssen, die nichts mit ihnen zu tun hat".

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