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David Luiz (r.) und Julio Cesar weinten nach dem Sieg gegen Kolumbien hemmungslos © getty

Brasiliens Stars müssen auf die Couch: Nachdem Neymar und Co. schon Minuten vor dem Elfmeterdrama im WM-Achtelfinale gegen Chile (3:2 i.E.) ihre Emotionen nicht im Griff hatten und den Tränen freien Lauf ließen, bestellte Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari die Psychologin Regina Brandao ins WM-Quartier.

Die Therapeutin hatte vor dem Turnier Persönlichkeitsprofile der Selecao-Akteure erstellt.

Edelreservist Ramires, der vor dem anstehenden Viertelfinal-Duell am Freitag in Fortaleza gegen Kolumbien als einer der ersten auf der täglichen Pressekonferenz zu Wort kam, wollte die Maßnahme jedoch nicht überbewertet wissen.

"Ich habe schon erfahrenere Spieler weinen sehen", erklärte der Mittelfeldspieler vom FC Chelsea.

"Wir hatten schon vor dem WM-Beginn ein Gespräch mit Regina. Was wir gegen Chile durchgemacht haben, wird uns zur Motivation dienen", sagte der 27-Jährige, der in den bisherigen vier WM-Spielen der Brasilianer immer eingewechselt wurde.

Verlängerung, Elfmeterschießen, große Hitze und mehr als 200 Millionen Fans hinter sich, da wäre es normal, wenn Gefühle einen übermannen.

Beim Elfmeterkrimi in Belo Horizonte versagten Hulk und Willian die Nerven.

Torhüter Julio Cesar, mit zwei gehaltenen Bällen der Held des Abends, hatte sich mit von den Tränen zuvor geröteten Augen auf die Linie gestellt.

Kapitän Thiago Silva bat aus Angst vor dem Versagen, erst als möglicher elfter Schütze antreten zu müssen.

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