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Andres Escobar (l.) schoß bei der WM 1994 ein Eigentor gegen die USA - später wurde er ermordet © getty

An vielen Orten ist am Mittwoch des vor 20 Jahren ermordeten kolumbianischen Fußballers Andres Escobar gedacht worden.

In Medellin, wo Escobar am 2. Juli 1994 auf einem Parkplatz erschossen wurde, fanden ein Freundschaftsspiel und kulturelle Veranstaltungen statt. Ihm zu Ehren wurden auch viele Blumen niedergelegt.

"Ich frage mich immer noch, warum sie ihn umgebracht haben", sagte sein Bruder Santiago Escobar, der an den Gedenkfeiern teilnahm.

Nachdem Escobar getötet worden war, sagte seine Begleitung später aus, der Schütze Humberto Munoz Castro habe das Wort "Goooooooool" gerufen, während er feuerte.

Escobar hatte während der WM in den USA am 22. Juni 1994 ein Eigentor erzielt.

Die gemeinnützige Gesellschaft "Streetfootballworld" erinnerte in Rio de Janeiro am Rande der Fußball-WM an Escobar. "Heute feiern wir Andres Vermächtnis", sagte Geschäftsführer Jürgen Griesbeck: "Fußball kann sich nicht seiner sozialen Verantwortung entziehen. Er muss in die Gesellschaft eingebettet und Teil eines Friedensprozesses sein."

"Streetfootballworld" berät weltweit Straßenfußball-Initiativen und organisiert gerade mit dem Weltverband FIFA eine Parallel-WM für benachteiligte Jugendliche. Das Unternehmen hat weltweit 40 Mitarbeiter.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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